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In meinem letzten Beitrag hatte ich den Gedanken an einen „Brief aus der Zukunft“ aufgegriffen. Aber wie geht denn so was in der Praxis? Ganz einfach: heute schreiben, verschließen, an sich selbst adressieren und in x Jahren wieder öffnen! Oder „postlagernd“ im Amt oder bei Freunden deponieren, bis zum Tag der erwünschten Abholung oder Zustellung …

Wenn Sie wissen wollen, was Ihnen die kommende Zeit bringen wird, dann schreiben Sie sich einfach einen Brief aus Ihrer persönlichen Zukunft! Aus einem Morgen, von dem Sie heute schon wissen wollen, was im Dort und Später passiert und wie es Ihnen dann ergehen wird. Und indem Sie ihn sich selbst schreiben, diesen Brief, können Sie sicher sein, dass es kein fake ist, sondern nichts als Ihre ganz persönliche Wahrheit …

Nehmen Sie sich dafür möglichst ein sehr schönes Blatt Briefpapier, sicherheitshalber auch mehrere, denn Ihr ferneres Schicksal und das der Welt lässt sich vielleicht nicht auf einem einzigen Bogen Papier beschreiben. Beginnen Sie damit, sich auf einen klar definierten Zeitpunkt festzulegen – auf ein Datum, dass 5, 8, 12 oder 16 Jahre in der Zukunft liegt. Schauen Sie in den „ewigen Kalender“ und informieren Sie sich, welcher Wochentag dann sein wird.

Foto: Wolfgang Schiele

Begeben Sie sich mit all Ihren Sinnen in genau diesen Tag hinein. Suchen Sie sich einen Wohlfühlort aus, richten Sie sich dort gut ein und machen Sie es sich bequem. Spüren Sie gleichzeitig in sich und in den Moment hinein. Und beschreiben Sie von diesem Ort und diesem Zeitpunkt all das, was Ihnen in den vergangenen 5, 8, 12 oder 16 Jahren widerfahren ist!
Blicken Sie zurück aus der Zukunft in Richtung Vergangenheit!

Stellen Sie sich beim Schreiben Ihres Futurebriefes z. B. folgende Fragen:

„Was ist mir besonders gut gelungen, worauf bin ich stolz?“

„Was hat mir Freude bereitet und was ist mir gut gelungen? Wo gab es Defizite und was hätte besser laufen können? Was ging komplett in die Hose …?“

„Was ist in den vergangenen Jahren besser gewesen, was ist unverändert geblieben, was ist schlechter geworden oder: Was hat sich für mich einfach nur anders angefühlt?“

„Was für Erlebnisse habe ich gehabt, welche Erfahrungen gesammelt und welche Entdeckungen gemacht? Woran bin ich fast verzweifelt und was lief wie in einem Traum, einem Flow, für mich ab?“

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„Welche für mich überraschenden Entscheidungen habe ich getroffen? Welche frühen Kindheitsträume habe ich mir noch erfüllt und welche Sehnsuchtsziele habe ich in den vergangenen Jahren noch besucht?“

„Welchen wichtigen und wertvollen Menschen bin ich begegnet und was konnte ich von ihnen schätzen und lieben lernen?“

„Was habe ich beim Schreiben meines `Briefes aus der Zukunft`selbst über mich gedacht und wie habe ich mich dabei gefühlt?“

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Viel Inspiration, Kraft und Spaß beim Schreiben!
Und viele neue Eingebungen und Erkenntnisse beim Öffnen des Briefes …!

Ihr (Vor-)Ruhestandscoach und Resilienzlotse für Senioren
Wolfgang Schiele

© Wolfgang Schiele 2019 | Coaching50plus | https://www.coachingfiftyplus.de

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