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These: Wenn eine Situation, eine Person oder gar nur ein Wort eine negative Reaktion in mir auslöst, dann – so behaupte ich – kann dieselbe Situation, dieselbe Person oder gar dasselbe Wort auch eine positive Reaktion in uns hervorrufen! …

… Warum das so ist? Weil nur wir allein darüber entscheiden (können), ob uns eine Situation erniedrigen, eine Person beleidigen oder ein Wort verletzen kann!

Nehmen wir einmal, wir haben im Alter Angst vor Einsamkeit. Eine durchaus reale Vorstellung; sind doch 1/3 aller Menschen über 60 Lebensjahre Singles! Im Grunde werden viele von uns – auch schon aus der Sicht eines Noch-Nicht-Betroffenen – bei dem Gedanken an die späte Einsamkeit in eine gewisse Art von Nachdenken, Unbehagen oder gar Stress geraten.

Entmachten Sie das Wort Einsamkeit! Laden Sie es ein, Ihr ganz spezieller, natürlicher Begleiter im Leben zu werden! Hauchen Sie dem Wort Einsamkeit neue Bedeutungen, andere Wesenarten oder verrückte Identitäten ein! Machen Sie es zu Ihrem innigsten Freund oder tilgen Sie es ein für allemal aus Ihrem behindernden Sprachschatz !

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Transformationen in einen besseren Zustand

Probieren Sie die nachfolgenden Verwandlungssätze aus:

> Welches Gefühl entsteht in Ihnen, wenn Sie jeden Buchstaben des Wortes Einsamkeit  ganz groß und in verschiedenfarbigen Buchstaben malen?

> Wie fühlt sich Einsamkeit an, wenn Sie es als geschriebenes Wolkenband am Himmel betrachten?

> Visualisieren Sie das Wort Einsamkeit als Pfeil eines Bogens und schießen sie ihn auf Ihren schlimmsten Feind ab!

> Stellen Sie sich vor, das Wort Einsamkeit würde sich zusammenrollen wie eine Katze und Sie streicheln ihm zärtlich über sein Fell!

> Lassen Sie die Buchstaben des Wortes Einsamkeit im Kreise nach Ihrer ganz persönlichen Lieblingsmelodie tanzen!

> Pressen Sie das Wort Einsamkeit gedanklich so fest zusammen, dass es Ihnen regelrecht leid tut, es leiden zu sehen.

> Gehen Sie das Wort Einsamkeit Buchstabe für Buchstabe durch und lassen Sie jeden Buchstaben nach oben oder unten hüpfen und dabei lustig quietschen.

> Bauen Sie in das Wort Einsamkeit so viele Schreibfehler ein, wie nur möglich!
Reparieren Sie danach das Wort wieder – das hat es sich verdient!

> Schreiben Sie das Wort Einsamkeit von oben nach unten und stellen Sie sich vor, es wäre ein Mensch – wie würden Sie die Buchstaben neu umsortieren, um dem „Buchstabenmännchen“ Leben einzuhauchen?

> Verkleinen Sie das Wort Einsamkeit, bis Sie es gerade noch sehen und verbannen Sie es in eine Ecke Ihres Sichtfeldes! Mögen Sie es lieber farbig oder schwarz/weiß …?

> Nehmen Sie einen Hammer zur Hand und beginnen Sie, Buchstabe für Buchstabe des Wortes Einsamkeit in ein nicht vorhandenes Brett zu dreschen – welcher Buchstabe leistet den größten Widerstand, welche geht butterweich ins Holz hinein?

> Stellen Sie sich vor, die Buchstaben des Wortes Einsamkeit wären mit einem extrem festen Gummiband verbunden. Wie weit könnten Sie es auseinanderziehen?

> Das Wort Einsamkeit beginnt plötzlich, sich selbst zu buchstabieren. Worauf läge das Wort die größte Betonung? Welcher Buchstabe meldet sich am lautesten? Welcher mag nur leise zu hören sein?

> Das Wort Einsamkeit beginnt zu faulen: An welcher Stelle beginnt sein Verwesungsprozess, welcher Buchstabe verfault zum Schluss? Was riechen Sie dabei?

> Plötzlich steht das Wort Einsamkeit in hellen Flammen – Welche Gefühle empfinden Sie im Angesicht der lodernden Flammen?

> Die einzelnen Buchstaben des Wortes Einsamkeit sind wunderbare Blumen – und nun beginnen sie zu welken …

> Sie möchten das Wort Einsamkeit verschenken: Wie würden Sie es verpacken, welche Farbe und welches Design hätte das Geschenkpapier? Wie würden Sie sich von ihm verabschieden?

Welcher der Sätze hat in Ihnen die größte, nachhaltigste Wirkung hinterlassen?
Finden Sie eigene, entmachtende, entfähigende (oder stärkende, kräftigende) Formulierungen für Ihre „Problem“-Situation, Ihre „Problem“-Person oder Ihr „Problem“-Wort!

Frage: Durch welches andere, neue, kraftvollere Wort könnten Sie nun den Begriff  Einsamkeit ersetzen?

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Vom Wort zum Zustand

Worte machen Bilder.
Bilder bewirken Gefühle.
Gefühle erzeugen Relevanz …

Mit der innovativen Transformation von Worten, Situationen oder Personen entstehen für uns neue

                                            HANDLUNGS-SPIEL-RÄUME.

Setzen wir störende, belastende oder furchterregende Worte immer wieder in einen neuen Kontext, betrachten wir sie aus völlig verschiedenen Sichtwinkeln, geben wir ihnen immer wieder neue Bedeutungsinhalte – dann entziehen wir ihnen ihre bedrohliche, angsteinflößende Macht und sie werden zu unserem Freund und Begleiter. Oder sie verschwinden als Störenfriede sogar komplett aus unserem Leben …

BILD Muschelperle
Foto: Pixabay

Worum es im Kern geht

Um es noch einmal ganz klar zu unterstreichen: Es geht nicht darum, eine unliebsame objektive Realität weg- oder schönzureden – sie ist nun mal vorhanden. Es geht darum, dass wir diese Realität für uns so umgestalten, reframen oder in ihrer Bedeutung für uns verändern, dass wir uns in einen angenehmeren, lustvolleren oder erträglichen Zustand begeben. Und zwar durch selbstbestimmtes Anpassen der submodalen Eigenschaften der Umwelt. Am besten auf mehreren Wahrnehmungskanälen. Damit unsere Seele keinen Schaden nimmt. Wenn uns das gelingt, dann ist dies ein Ergebnis unserer individuellen Selbstwirksamkeit – und damit eine außerordentlich wichtige Säule unserer Resilienz, unserer psychischen Widerstandsfähigkeit.

Ihr (Vor-)Ruhestandscoach Wolfgang Schiele

© Wolfgang Schiele | Coaching50plus | http://www.coachingfiftyplus.de

 

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