Buchlesung 20.092018 2

Am 20. September war es soweit: Ich saß auf einem Podium, war akustisch bestens verkabelt und exzellent ausgeleuchtet (aus „Ehrfurcht“ vor meiner Logofarbe übrigens in einem sanften Grünton …). Die physikalische Fallhöhe vom Podium betrug zwei große Stufen (etwa 70 cm), die mentale schien mir hingegen unendlich hoch …

Das lag vor allem daran, dass es sich nicht nur um eine Premiere, auch nicht bloß um eine Deutschland-, sondern um eine „Weltpremiere“ (für mich) und eine Lesungspremiere (für den Veranstalter, die „Lewitz-Werkstätten“ in Parchim) handelte. Mein organisierender Freund und Journalist hatte alles äußerst professionell vorbereitet und die Atmosphäre war entsprechend angespannt. Noch niemals hatte ich am Stück so um die 25 Seiten aus einem, meinem Buch gelesen. Und weil ich den reinen Vor-Lese-Vorgang von vornherein so schrecklich langweilig für die Zuhörer fand, hatte ich als alter Seminarhase und Trainer eine begleitende Präsentation vorbereitet.

Buchlesung 20.09.2018 A

Um die zweistündige Lesung noch ein wenig abwechslungsreicher und vor allem unter Einbeziehung des etwa 50-köpfigen Publikums zu gestalten, hatte ich mir einige Übungen für die Generation 50 plus einfallen lassen. Diese Auflockerungen, wie z. B. der „Ideale Rentnertag“ oder der „Tägliche Fingerabdruck“ sowie eine Bewegungsübung für den Moment des drohenden Tiefschlafes meines Publikums haben zu einer entspannten Stimmung und am Schluss für einen langen und wohltuenden Abschiedsapplaus gesorgt.

Buchlesung 20.09.2018 1

Beim anschließenden Verkauf meiner Bücher durfte ich dann auch noch das ein oder andere Exemplar exklusiv signieren. Am Schluss der Veranstaltung hatte ich den Eindruck, dass der Abend erfolgreich verlaufen war. Der periphere Blick, den ich von schräg oben in die Breite eines Saals die gesamte Zeit über hatte, erleichterte mir die Mustererkennung in den verschiedenen Sitzgrüppchen: Mal registrierte mein unterschwellig Bewusstes mentales und emotionales Mitgehen der Zuhörer, mal nahm ich auf der permanent mitlaufenden Wahrnehmungsspur fragende, heitere oder zweifelnde Blicke auf und ein ander mal war meinem Unbewussten sofort klar, dass ich hier „ein wenig daneben lag“. Das alles sind für mich in der Analyse wertvolle Anhaltspunkte dafür, was ich in weiteren Lesungen noch verstärken, korrigieren oder weglassen sollte …

Buchlesung 20.09.2018 3

Ach so, eine kleine Unpässlichkeit bei der Autorenlesung habe ich noch vergessen zu erwähnen: Am Vorabend war mir lang vertrauter, aber sehr geschätzter Backenzahn verloren gegangen … Und diese „Lücke“ musste erst einmal gefüllt werden mit großer Redekonzentration beim Vortrag, weil es für mich schon sehr ungewohnt ist, plötzlich über ein anderes, weil reduziertes Zahn-, äh verändertes Sprachgefühl zu verfügen …

Wer nun rein zufällig Interesse an meinem Buch „Rastlos im Beruf, ratlos im Ruhestand?“ gefunden haben sollte, der kann es unter ISBN 978-3-662-56566-7 bei (fast) jeder (Online-)Buchhandlung bestellen:

Buchcover Ruhestand

Viel Spaß beim Lesen und Selbstcoaching!

Ihr (Vor-)Ruhestandscoach Wolfgang Schiele

© Wolfgang Schiele 2018 | Coaching50plus | http://www.coachingfiftyplus.de

 

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