IMG_7182A

Wie steht´s bei Ihnen mit VERÄNDERUNGEN?
Vielleicht hatten Sie sich ja zum Jahreswechsel etwas vorgenommen, einen Vorsatz gefasst? …


… Hat (noch) nicht geklappt?
Kein Anlass, Ihre traute, bequeme und gewohnte „Komfortzone“ zu verlassen?
Womöglich sehen Sie keine Notwendigkeit, irgendetwas in Ihrem Leben zu ändern, weil es Ihnen so, wie es ist, gut geht und Sie es nicht für erforderlich erachten?
Oder war der Anstoß, der Auslöser, der Impuls für Veränderung zu schwach?

In Seminaren, die ich für Ruhestands-Anwärter – also mit Menschen, die in den nächsten  beiden Jahren voraussichtlich in den Ruhestand gehen – durchführe, sehe ich immer wieder fragende Gesichter, wenn ich sie nach den Veränderungen frage, die mit dem Ausscheiden aus dem Berufsleben einhergehen. Nur die allerwenigsten sind sich bewusst, dass der Übergang in den Ruhestand ein einschneidendes Ereignis ist, das Veränderungen erfordert: Weil sich das komplette Lebensumfeld, die Struktur der Zeit und die Netzwerke gravierend verändern werden. Wir sollten uns also im klaren darüber sein, dass die Veränderungen in unserer neuen Lebensphase auch von uns Veränderungen, Anpassungen und Adaptionen einfordern.

IMG_7241A

Als ich mich erstmals mit den Fragen zu den Veränderungen in der dritten Lebensphase befasste, habe ich vier Gruppen von Impulsgebern für menschliche Verhaltensänderungen finden können:

Innerer existenzieller Leidensdruck

Darunter verstehe ich den Druck, der entsteht, wenn der bisherige Allgemeinzustand sich zu verschlechtern beginnt bis er Ausmaße annimmt, die man als beängstigend empfindet. Das kann ein Krankheitssymptom sein, das man bis dato für unbedeutend und beherrschbar hielt, nun aber einen Schwellwert überschritten hat, der den Gang zum Mediziner unausweichlich macht. Oder eine nicht endenwollende belastende Beziehung zu einem anderen Menschen, die weitgehende Auswirkungen auf  den Beruf und den persönlichen Alltag hat. Ist die individuelle Frustrationsgrenze erreicht, zieht man die Reißleine und trennt sich im Ernstfall, bevor ein Zusammenleben völlig desaströs wird.

Äußerer existenzieller Druck

Hier spielen Vorgaben und Regeln, Normen und Aufträge, Zwänge und Notlagen die auslösende Rolle für einen Veränderungsprozess. Wenn es in meinem Unternehmen vorgeschriebene Handlungsrichtlinien für den Arbeitsschutz gibt und ich verstoße dagegen, dann muss ich mit Abmahnung und u. U. mit dem Verlust meines Arbeitsplatzes rechnen. Entscheidet sich mein Arbeitgeber für eine neue betriebliche Struktur oder grundlegend neue Arbeitsabläufe, bin ich womöglich gezwungen, mich zu qualifizieren und an die neuen äußeren Gegebenheiten anzupassen, wenn ich weiter hier arbeiten möchte. Wird mein Computer oder Smartphone gehackt, dann muss ich so schnell wie möglich Sicherungsmaßnahmen für Kreditkarten ergreifen und neue Passwörter einrichten.

IMG_7240A

Diese beiden Impulse sind die denkbar schlechtesten für mich als Individuum, weil sie wenig oder gar nicht beeinflussbar sind und meist unerwartet auftauchen. Verändere ich mich nicht, kann es sein, dass ich die Kontrolle über mein Leben verliere.

Äußere Ermutigungen

Darunter verstehe ich den Zuspruch von Personen, die uns sehr nahe stehen und denen wir vertrauen. Sie geben uns wertvolle Anstöße für neue Projekte und Aufgaben, für erstrebenswerte Ziele und kluge Vorsätze. Es sind Menschen unseres tiefsten Vertrauens, deren Hinweise und Ratschläge uns u. U. bereits früher sehr hilfreich waren. Oder auch Respektspersonen, deren Reputation und Vorbild sie zu einer Leitperson für unser Leben machen. Sie sind die Anlasser unserer Motoren, um die Fahrt durch ein selbstbestimmtes Leben anzutreten. Diese Veränderungsimpulse sind im Gegensatz zu den beiden ersten um einiges wertvoller und nachhaltiger. Sie geben uns das Gefühl, Herrscher über unseren persönlichen Veränderungsprozess zu sein.

Intrinsische Motivation

Das ist die aus unserem tiefsten Innern kommende Neugier – das „Aus-sich-selbst-heraus-Lernen“.
Der Wissensdurst, der in uns ohne äußeres Zutun entsteht und eine selbstzündende Begeisterung entfacht.
Die Gestaltungslust, über die wir als kleine Kinder verfügten und die uns die Welt erkennen und begreifen ließ. (Bis man uns diesen „rauschartigen Zustand“, wie Gerald Hüther es nennt, regelrecht wieder abtrainiert hat mit der Verbannung aus einem frühen kindlichen Erfahrungs-Paradies in ein Einheitsschulsystem.)
Die Erwartungshaltung an einen künftigen idealen Gefühlszustand, der uns zu einem echten Gestalter der eigenen Persönlichkeit und der Welt um uns herum macht.
Diese vierte Impulsgruppe vermag Veränderungen in und an uns am nachhaltigsten zu beeinflussen und lässt uns große Glücksgefühle erleben. Deshalb ist sie außerordentlich wertvoll. Und davon wünsche ich Ihnen auch am meisten!

Ihr (Vor)Ruhestandscoach Wolfgang Schiele

© Wolfgang Schiele 2018 | Coaching50plus | http://www.coachingfiftyplus.de

 

 

 

 

 

 

Advertisements