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Wenn man viel auf Seminarreise und mit Workshops unterwegs ist – ob als Dozent vor den Interessenten oder als Teilnehmer auf der anderen Seite der Bühne – immer gibt es viel Aufregendes zu erleben und Außergewöhnliches zu berichten. Da sammeln sich Geschichten im Kopf an …

… und irgendwann meint man, es wäre langsam an der Zeit, all diese Erlebnisse einer breiten Masse vorzustellen. Und sie vielleicht einzubetten in die Inhalte, die man mit seinen Seminaren zu transportieren versucht: die Themen der Generation 50 plus vor und in der Übergangsphase vom Beruf in den Ruhestand.

Immer wieder schob auch ich das Vorhaben gewaltsam vor mir her, energisch von mir weg oder elegant an mir vorbei, wobei ich in meinem inneren Schweinehund den treuesten Unterstützer fand. Ich wich dem Lockruf der Autorenschaft erfolgreich aus und „tröstete“ mich mit dem Schreiben von kleinen Fachartikeln bei XING oder beim Gestalten von Beiträgen auf diesem, meinem Blog.

Dabei hatte ich das Buch ja schon komplett im Kopf! Was sollte daran so schwer sein, das Gedachte endlich aufzuschreiben? Aber ich postete weiter nur meine kleinen Beiträge und fachlichen Publikationen in diversen digitalen Medien. Freute mich über die Veröffentlichung ohne eine Ahnung zu haben, wie viele wirkliche Interessenten ich für mich verbuchen konnte.

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Bis eines Tages ein Trainerkollege auf mich zukam und mich um einen praxisbezogenen Beitrag für sein Buch „Erzählbar II“ bat. Weil ich doch schon so manchen Artikel in seiner Xing-Gruppe veröffentlicht hätte … Warum nicht, wenn es nur wenige Seiten sind! Also: Gesagt, geschrieben. Als meine kleine Geschichte in diesem Sammelband von Trainer- und Coachgeschichten dann vor mir in gedruckter Form lag, sprach mich das emotional gewaltig an. Auch in der digitalen Welt von heute hat ein gedrucktes Buch seinen Wert: Man kann es spüren, begreifen, blättern. Es ist etwas für den Tastsinn und für die Augen. Druckfrisch kann man es sogar riechen. Es ist so wunderbar materiell. Und man kann es sichtbar für alle in sein Bücherregal stellen …

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(Da drin steckt meine erste kleine, in gedruckter Form veröffentlichte Geschichte …)

Monate später geschah dann das Unfassbare. Es begann damit, dass mich mitten in einem Seminar ein Anruf erreichte. Von einem Publishing Editor (???). Ich musste erst einmal nachschauen, was das für eine Profession ist … Aha: ein Verlagslektor, oder im konkreten Fall  eine Lektorin. Und noch dazu von einem der größten Verlage Deutschlands.
Verdammt, nun haben sie dich aber am Haken!
Ob ich mir vorstellen könnte, ein Buch zum Thema Ruhestand zu schreiben? (Und ob!!! Aber …)
Und ob ich nicht mal testhalber ein Exposè erstellen und einen Probetext schreiben und noch die eine oder andere werbliche Aussage zu meinem (ungeschriebenen!) Buch machen könnte.
Dreimal tief durchatmen – und Bedenkzeit einfordern!

Doch dann packte mich der Ehrgeiz! Ich wusste von vielen Menschen, dass sie zwar ein fertiges Manuskript in Händen hielten, aber partout keinen Verlag für den Druck fanden. Und hier ruft ein renommierter deutscher Verlag mich an und möchte mit mir zusammenarbeiten! Weil einer Lektorin meine Internetseite und so manch Artikel in den sozialen Medien angenehm aufgefallen waren …

Nach einem Blick in meinen Terminkalender begann die hektische Ablaufplanung. Zuerst zwei Bücher über das Verlagswesen, das Konzipieren von Büchern und die allgemeinen Abläufe in Lektoraten beschafft und gelesen. Dann gestrafft und konzentriert – es war zum Glück ein seminarfreier Februar – das Exposé, das Inhaltsverzeichnis und ein Probekapitel runtergeschrieben. Glücklicherweise plagte mich in dieser Zeit keine zeitraubende Schreibblockade! Ich lieferte pünktlich. Weil das Ergebnis offensichtlich ganz passabel und lesbar war, was ich da erdacht hatte, hielt ich Ende März meinen Verlagsvertrag in Händen … Jippi!!!

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Was mir unheimlich half (und nicht nur beim Schreiben der Leseprobe) war eine „Schreibschnellbesohlung“ (offiziell: „Schreibfitness: Schreiben mit System & Schaffensfreude“), die ich gut ein Jahr zuvor bei der Psychologin und Schreibcoach Ulrike Scheuermann in Berlin besuchen durfte. Das inhaltsreiche und wertvolle Seminar und Ihre „Schreibfitnessmappe“ waren mir eine unglaubliche Hilfe beim Buchschreiben. Diese beide Dinge unterstützten mich nachhaltig im ewigen Prozess und Kreislauf der Selbstmotivation. Was ich vor allem lernte und begriff: eine glasklare Fokussierung auf das Schreiben, eine unerhört eiserne Disziplin in ungestörter Atmosphäre und viele Stunden intensiver Abwechslung, damit die Ideen reifen konnten. (Das hatte auch seinen Preis: viele Vorhaben mit Freunden und Familienangehörigen mussten warten oder wurden sogar verschoben … Der Tag hat nur 24 Stunden …)

Meine Testleser machten mir Mut und gaben mir so manchen Hinweis für die weitere Verbesserung des Manuskriptes. Die letzten formalen und inhaltlichen Abstimmungen mit dem Lektorat laufen. Die Manuskriptphase ist abgeschlossen (uffff!!!) und die Planungen zur Edition 2018 werden Schritt für Schritt präzisiert …

… Sie dürfen sich schon jetzt freuen auf das Buch. Der Verlag und ich haben uns auf den endgültigen Titel geeinigt (das war etwas mühsam, endete aber nicht wie die Jamaika- Verhandlungen im Desaster). Das Buch könnte – technische Probleme mal ausgeklammert – im Sommer 2018 auf den Markt kommen. Und behandelt die Chancen und Risiken, die Herausforderungen und Möglichkeiten beim Übergang vom Beruf in den Ruhestand. Schwerpunktmäßig geht es intensiv auf die „soft skills“ dieser „Wechsel- und Wandlungsjahre“ in den verschiedenen Lebensbereichen ein und gibt zukunftsweisende Impulse für eine gelingende, erfüllende und sinnvolle dritte Lebenszeit. Und es kann ein erfolgreichen Wegweiser auch auf Ihrem Weg in die „Späte Freiheit“ werden.

Ihr (Vor)Ruhestandscoach Wolfgang Schiele

© Wolfgang Schiele 2017 | Coaching50plus | http://www.coachingfiftyplus.de

 

 

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